Blaues Kreuz was ist das?
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Blaues Kreuz in der evangelischen Kirche

Wer sind wir?
 
Das Blaue Kreuz in der Evangelischen Kirche ist eine Selbsthilfe- organisation. In ihr sind ,,ehemalige" Alkoholabhängige in Gruppen oder Vereinen zusammengeschlossen, die miteinander versuchen, ein alkoholunabhängiges Leben zu führen, die ihre Familienangehörigen in die Gruppen und die Gruppengemeinschaft mit einbeziehen, soweit das nötig ist, die miteinander Probleme aufarbeiten und sich schlicht ,,umeinander kümmern".
 
Was wollen wir?


Wir wollen als die Menschen, die Alkoholabhängigkeit am eigenen Leibe erfahren haben, anderen Betroffenen Hilfestellung geben, damit sie auch abstinent leben können. Wir verstehen uns als Helfer zur Selbsthilfe. Wir meinen, dass wir als solche, die sich in eigener Betroffenheit und inneren Kämpfen mit der Suchtmittelabhängigkeit haben auseinandersetzen müssen, in der Lage sind, entscheidende Hinweise und Informationen zu geben, weil wir uns in die Lage von Alkoholabhängigen versetzen können, ihre Probleme selber durchgemacht haben und den Leidensdruck der Betroffenen und ihrer Angehörigen verstehen und mitfühlen.

Wie verstehen wir uns?
 
In unserem Bemühen, die Suchtmittelabhängigkeit zu bekämpfen, wollen wir bewusst die unterschwellige Scheu der Betroffenen und ihrer Ange- hörigen vor dem Weg zu gezielter Hilfe abbauen helfen. Abbauen wollen wir damit auch die Vorurteile, die in Bezug auf Suchtmittelabhängige noch kräftig herrschen. Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, die bekämpft werden muss, und nicht nur in den Symptomen. Dazu muss die Öffentlich- keit informiert und zur Hilfe aufgerufen werden: Wir verstehen uns deshalb als christliche Bürgerinitiative, die gegen Nichtwissen und Vorurteil protestiert.

Was können wir?
 
Wir können als Blaukreuzler Kontakte mit Ärzten, Seelsorgern, Beratungs- stellen, Fachkrankenhäusern und anderen Hilfsmöglichkeiten vermitteln, wenn eine solche Hilfestellung gewünscht oder notwendig ist. Wir sind also in der Lage, Betroffenen oder deren Angehörigen notwendige fachliche Hilfe zu vermitteln. Gleichzeitig können wir aufgrund eigener Erfahrungen In- formationen über Behandlungsmethoden, Therapien und Medikamente geben. In einer ganzen Anzahl von Fällen genügt der Gruppenanschluss und der Wille zum ehrlichen und zu Konsequenzen führenden Gespräch innerhalb der Gruppe, um ,,trocken" zu werden. Allerdings können auch wir keine Wunder vollbringen; alkoholunabhängig zu werden ist ein oft müh- samer und manchmal von Rückschlägen begleiteter, allerdings immer erfolgversprechender Weg. 

Wie helfen wir?


Wir sind jederzeit bereit, zu Besuchen und Gesprächen zu Betroffenen und/oder deren Angehörigen in die Wohnung zu kommen. Wir sind jederzeit bereit, im Einzel- oder Gruppengespräch mit Betroffenen oder deren Angehörigen zu sprechen. Verschwiegenheit ist für alle Gruppenmitglieder des Blauen Kreuzes oberstes Gebot. Deshalb ein persönliches Angebot: Wir sind bereit, in Verschwiegenheit Ihr ,,Päckchen" mitzutragen, mit Ihnen zu gehen (im wahrsten Sinne des Wortes: zu Ärzten, amtlichen Stellen, Fach- krankenhäusern usw.). Wir sind bereit, Sie zu Ihren ,,gefährlichen" Zeiten (wenn es kritisch wird) aufzusuchen und bei Ihnen zu sein.  

Was motiviert uns?
 
Man kann uns mit Recht fragen, warum wir uns zur selbstverständlichen Hilfe verpflichtet fühlen: Zunächst ist der Antrieb für ein Hilfsangebot an andere die Freude, selber suchtmittelunabhängig geworden zu sein. Dazu Kommt, dass wir alle in irgendeiner Form von anderen Menschen Hilfe erfahren haben, die wir von ganzem Herzen gern weitergeben möchten. Das tiefste Motiv unserer Hilfsbereitschaft liegt zweifellos darin, dass wir in irgendeiner Weise die Durchhilfe ,,Gottes" erfahren haben, was immer Sie und wir uns darunter vorstellen wollen. Hier kann jeder seinen eigenen Weg suchen und gehen; wir meinen, dass er unabhängig von Konfession und Glaubensbekenntnis für jeden Menschen erfahrbar ist. Wir jedenfalls haben Gott durch Menschen kennengelernt, deren innere Haltung uns überzeugt hat: die uns ohne Vorurteile akzeptiert haben, die eine unheimliche Geduld mit uns gehabt haben, die das Wort ,,aufgeben" in ihrem Wortschatz nicht kannten, die uns immer wieder ermutigt und zu Konsequenzen für unser Leben ermuntert haben. Wir haben in unserem Leben ein ,,Wunder" erfahren, und das motiviert uns, auch für andere Betroffene das ,,Wunder" eines suchtmittelunabhängigen Lebens tatkräftig helfend zu erhoffen und erwartungsvoll zu fördern.

Wie fühlen wir uns?
 
Wir fühlen uns als fester Bestandteil des kirchlichen Lebens innerhalb der Kirchengemeinde Much.

Wo treffen wir uns?

siehe Treffpunkt


Wie erreichen Sie uns?
 

blaues-kreuz-much@t-online.de

0175 81 85 100


02262 79 79 48